Eine Frage der Motivation: Set fire to your friend

Ach, Adele. Du warst so nah dran an meinem Titel… Warum konntest du nicht diese zwei kleinen Wörter verändern? Warum?!

Was?, fragst du. ZombieBabyHitler lebt noch? Aber er hatte doch letzte Woche keinen Beitrag gemacht! Was ist passiert? Wird das Universum neu definiert? Reiten Nazis auf Dinosauriern durch die Gegend? Ist Twilight auf einmal gut?

Schafe
Nein, die Glitzerszene ist anscheinend immer noch drin.

Ich sollte solche Witze nicht machen. Ansonsten denkt ihr, ich habe das Buch so sehr gemocht, dass ich mir die Szenen merken kann, obwohl ich eigentlich Google benutzte. Ach, Google. Du bist meine Lieblings-Ausrede ( ruf mich an 😉 ).

Aber egal, letzte Woche haben mich Viren, Bakterien und Studienarbeiten von einem zufriedenstellenden Beitrag abgehalten, deswegen komme ich heute frisch geputzt und hochmotiviert, um euch den heißesten Tipp für die Motivation zu geben, den ich kenne:

Verbrenne jemanden!

Feuer
Abgebildet: ZombieBabyHitler schafft Motivation!

„Hä?“, fragst du verwirrt und tippst 110 auf deinem Handy. Ich nehme dir dein Handy weg und stecke dir langsam einen Geldschein in die Brusttasche. „Aber das ist Monopoly-Papier!“, widerst du ein. „Ja“, sage ich mit verführender Stimme. „Wo das herkommt, gibt’s noch mehr.“

Natürlich sollst du nicht wirklich deine Freunde verbrennen. Davon würde ich dir abraten, sie werden deswegen ständig rumnörgeln (Sorry, John! Ich herz dich?). Außerdem gehen dir irgendwann die Freunde aus, bei denen du das machen kannst. Was ich mit verbrennen meine, ist eher: Erzähle jemandem deine ganze Geschichte.

MINDFUCK
Die Hälfte meiner Leserschaft ist bei dem Vorschlag gestorben.

„Aber- Aber, wenn die das Buch dann lesen, ist es doch gar keine Überraschung mehr“, sagst du. „Sie werden jeden Twist einfach akzeptieren, ohne dass ihr Hirn explodiert. Und ich mag es, wenn ihr Hirn explodiert. Das ist meine Lieblingsstelle!“

„Ja, ich weiß“, sage ich und streichel dir viel zu lange über den Rücken. „Aber es ist ein Opfer, das du eingehen musst.“

Überleg dir mal… Du schreibst eine Novelle und erzählst niemanden, was für einen Twist du geplant hast. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass du dich ständig fragen wirst, ob der Twist in das Buch passt. Du wirst dich dauernd fragen, ob der Twist überhaupt eine gute Idee war und ob du nicht lieber einen anderen nehmen solltest. Du wirst dich fragen, ob das überhaupt als Twist zählt oder Leute das einfach als Gegebenheit akzeptieren. Du wirst dich fragen, ob dein Investment lohnenswert ist. Nur weil du deine Geschichte gut findest, werden sie andere ja nicht gut finden…

Und je länger dir diese Gedanken im Kopf rumspucken, desto eher wirst du zu dem Schluss kommen, dass alles, was du geplant hast, nicht zufriedenstellend ist. Irgendwas fehlt da. Die Leser werden es nicht mögen. Was fehlt da? Keine Ahnung. Wer soll dir helfen? Du allein bestimmt nicht. Bevor du dich versiehst, bist du von deiner Geschichte gar nicht mehr so überzeugt wie vorher… Und wer möchte schon auf etwas zu arbeiten, was einen nicht zufrieden stellt?

Student
Ach ja! Studenten!

Deswegen ist das Verbrennen erschaffen worden.

Wenn du jemanden verbrennst, das heißt, ihm deine ganze Geschichte erzählst, wirst du all diese Fragen stellen können. Der Verbrannte kann dann überprüfen, ob dein Selbstzweifel berechtigt ist oder ob der Plot wirklich so affengeil ist, wie du es erhofft hattest.

Reaktion
Abgebildet: Mein Kritikpartner wird verbrannt.

Das Gute daran ist, dass diese Person immer überprüfen kann, ob du dich gerade in die Richtung bewegst, in die du dich bewegen wolltest und ob etwas nicht vielleicht zu offensichtlich beschrieben wurde. Sie kann dir Tipps geben, wo du noch Hinweise verstecken kannst und ob das Verhalten der Charaktere im Hinblick auf die versteckte Information Sinn macht. Und wenn du bei dem Mittelteil ratlos in die Luft starrst, hast du einen Partner, mit welchem du brainstormen kannst.

Und glaub mir, wenn ich dir sage, dass das Motivation schafft. Wenn die Selbstzweifel beiseite geräumt sind und du weißt, dass der Twist bzw. die ganze Geschichte zumindest eine Person von den Socken hauen kann, wirst du wie durch magische Hand dazu bewegt, dein Buch weiter zu schreiben.

Comic Sans
Abgebildet: Die magische Hand.

Wie siehst es mit euch aus? Habe ich es euch schmackhaft gemacht, jemanden zu verbrennen? Wollt ihr immer noch die Polizei rufen? Erzählt ihr einem Vertrauten von eurer Geschichte oder behütet ihr sie wie euren Augapfel? Wie geht ihr mit dem Verlangen um, mit jemandem über eure Geschichte zu reden? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?

Werdegang eines Zombies

Hey, weißt du was richtig langweilig und unnötig wäre? Richtig! Eine Geschichte über mich!

Franky
Ich wusste, du würdest dich freuen!

Du fragst mich, ob das wirklich sein muss, und ob wir nicht einfach ein interessanteres Thema auswählen können. Ich streichele dir nur behutsam über den Kopf und lege dir das Klebeband auf den Mund.
Keine Sorge, du willst es doch auch.

Meine Schritte zum Hobby-Autor waren so hart und steinig wie der Durchfall deiner Großmutter. Ich hatte schon einiges angeschnitten, als ich mich hier ausgejammert hatte.

Angefangen hatte es früh. Vierte Klasse? Dritte Klasse? In der Gebärmutter? Bei kreativen Aufgaben war ich immer gewollt, meine eigene Vision auf Papier zu bringen, wenn wir die Wahl hatten und meine Vision war immer groß und voller Wendungen! Kennt ihr das Schulbuch ‚Rennschwein Rudi Rüssel‘? Die Geschichte über ein süßes Rennschwein? Meine Version enthielt solch traumatische Sachen wie einen hochkaratigen Polizeieinsatz, Verrat von guten Freunden und einen Mann namens Ralf.

Rennschwein
Es weicht nur dezent vom Original ab.

Dann kam irgendwann meine RPG-Phase. Wie gesagt… Darüber hatte ich mich schon hier ausgejammert. Long story short… Neue Freunde, schlechtes Plotting, Koks und Nutten.

Als ich dann mit meinem ersten Werk „Das Buch der Göttin“ angefangen hatte, durchlebte ich gerade meine total dramatische Emo-Teeny-Phase (nicht wirklich).

Emo
You don’t understand. Their life is high-contrast pain.

Ich würde sagen, dieses Buch hat mir das Schreiben erst so viel näher gebracht. Plötzlich waren es nicht mehr Kurzgeschichten sondern seitenlange, spannende Erzählungen mit viel Komplexität (nicht wirklich). Und wie jeder Autor bin ich mit dem ersten Buch total gegen die Wand gefahren. Aber ich habe überlebt!

Dead
„Überlebt.“

Ab da fing ich an, jeglichen Ratschlag im Internet durchzuarbeiten. Jegliches Detail zum Plotaufbau, jegliches Detail zum Pacing, zur Charakterentwicklung, und und und. Man könnte sogar ich sagen, ich habe… gelernt.

Dann begann mein zweites Projekt, welcher den total langweiligen Arbeitstitel „Bitania“ trug. Aufgrund eines Vorschlags von einem twerkenden Hintern (äh, ich herz dich?) wurde es dann zu „Rape People Good“. Und zwei Jahre später kam ich dann auch aus der Psychiatrie raus.

Psycho2
BETA MEIN SKRIPT!

Und jetzt bin ich hier. Mit meinem dritten Projekt, welches den Namen „Der Mörder Gottes“ trägt. Welches bestimmt nicht einfach so abgeschoben wird wie der Rest… vielleicht.

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Wie siehst es mit euch aus? Welche Meilensteine fallen euch in eurem Werdegang ein? Hattet ihr ein bestimmtes Erlebnis, was euch zum Schreiben gebracht hat oder fing es irgendwie so an? Habt ihr, wenn ihr zurückschaut, eine große Entwicklung durchgemacht? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?

Die Qualen eines Autors – Das ewige Lernen

Lernern? WAS?!

Ich halte dich fest, als du versuchst, vor mir zu fliehen, und fessele dich an einen Stuhl, der dich wie ein vereinsamter Ex-Freund umarmt.

Stuhl
Trägt der Stuhl eine Waffe oder freut er er sich nur, dich zu sehen?

Lass mich dich über etwas aufklären, was dir kein Zweiter sagen wird. Wenn du jemals in deinem Leben auf die Idee kommst, ein Buch zu schreiben (oder überhaupt eine kohärente Geschichte), schubst du dich in einen Strudel voller Informationen. Er wird dich immer tiefer und tiefer einsaugen, bis du alle Wikipedia-Artikel auswendig kannst.

Nerd
Behold your future!

„Das kann doch gar nicht so viel sein!“, sagst du und zählst die schreibtechnischen Fähigkeiten auf, die du dir bereits angeeignet hast. „Show, don’t Tell, authentische Dialoge, Foreshadowing…“ Glückwunsch, dass du diese kannst, da bist du vielleicht einigen Leuten vorraus. Aber kannst du dein eigenes Werk richtig auseinander nehmen? Kannst du dich selbst kritisieren? Hast du bereits gelernt, wie man mit Kritik umgeht? Kannst du schon richtig Editieren? Und richtig Publishen? Kannst du deinem Lieblingsverlag eine super Nachricht schreiben, die dich unwiderstehlich macht oder schreibst du nur: „Ich hab n Buch geschreiben loluz! Nimm mich. (Plz)“ Wenn du das noch nicht kannst… Herzlichen Glückwunsch, willkommen auf der Straße des Schriftstellers.

Lernen
Iiih, da steht das L-Wort!

Du dachtest wahrscheinlich, sobald du schreiben kannst, ist dir der Erfolg gewiss, was? Nun, ignorieren wir mal die Tatsache, dass man sich im Schreiben IMMER verbessern kann, dann ist das immer noch nichts im Vergleich dazu, was noch auf dich zukommt. Schreiben ist die sichtbare Spitze des Gletschers… und der ganze Rest? Das riesige, massive Stück unter der Wasseroberfläche.

Klimawandel
Und hier haben wir eine Metapher, die nach zwei Jahren Klimawandel sinnlos wird.

„Keine Sorge“, sagst du, während du die Einzelteile deiner Psyche wieder zusammenflickst. „Das mache ich alles, sobald das Buch fertig ist.“ Als ich anfange, teuflisch zu lachen, wirst du plötzlich still. Lass mich dir die Informationen vorstellen, die du können musst, um deine Geschichte zu schreiben:

Alles
Und das ist nur ein Bruchteil!

Was meine ich mit Alles? Ich meine damit, du solltest über alles, was du schreibst, eine Ahnung haben. Schreibst du über Weltraumexpeditionen? Bitte, bitte, bitte setze dich mit den Gesetzen des Weltraumes auseinander. Dein Charakter läuft im Mittelalter herum und will sich waschen? Na, eine Badewanne mit einer guten Wasserversorgung wird er wohl nicht haben. Du schreibst eine Geschichte über eine Psychose oder einen tödlichen Krankheitserreger? Dann sei bitte so nett und beschreib es nicht wie eine Erkältung.

Symptome
Deutliche Anzeichen einer Schwangerschaft.

„Aber das betrifft mich nicht!“, sagst du. „Ich schreibe Fantasy! Ich kann da tun und lassen, was ich will.“ Ja, ich gebe dir Recht. Fantasy und Science-Fiction sind ziemlich lose, was Wissen aus der echten Welt angeht, aber du brauchst trotzdem ETWAS. Ob du es glaubst oder nicht, du bist in der echten Welt geboren und besitzt die Logik der echten Welt. Solange du also nicht das genaue Gegenteil unserer Welt erschaffst, werden einige Sachen so funktionieren wie hier. Und wenn das dann unsinnig funktioniert, fällt es auf. Wenn du in einer Fantasy-Welt plötzlich eine Tundra neben einer Wüste liegen hast, dann fällt das auf. Wenn dein Charakter einen Arm verliert und den nächsten Tag ohne Schmerzen durch die Gegend läuft, dann fällt das auf. Das einzige, was Fantasy leichter macht, ist eine Erklärung zu finden, warum es sehr wohl so ist. Vielleicht ist die Tundra ein magischer Geist, der sich mit dem der Wüste duelliert? Vielleicht hat der Heiler die Wunde des Armes behoben? Vielleicht gibt es sogar ein Heilmittel, das die Wahrnehmung betäubt?

Heilmittel
Meine Sponsorverträge haben ein schlechtes Timing.

Es muss einfach Sinn machen… Oder zumindest Sinn innerhalb der Geschichte, die du erzählen willst. Wird es Leuten auffallen, dass die Arbeiterbiene aus dem x-ten Pixar-Film doch männlich ist? Nun, vielleicht weinen die Wissenschaftler kurz drüber und das war‘s. Aber was ist mit dem Sozialgehalt, denn dein arbeitsloser Hauptcharakter in Deutschland bekommt? Uff, da wird es schon brenzliger. Wenn du dich hier als ahnungslos zeigst, vernichtest du nicht nur die Glaubwürdigkeit deiner Geschichte, sondern auch die Anteilnahme deiner Leser. Du musst es lernen. Und Baby, es wird wehtun. Halte schon mal dein Gleitgel bereit.

Gleitcreme
Hahaha, du denkst, das wird ausreichen!

Nach all dem Predigen, was man zu lernen hat, hier ein Lichtblick für alle, die noch nicht angefangen haben. Es wird dir nämlich nichts ausmachen! Gar nichts. Du wirst alles freiwillig und ohne Zwang lernen. Du wirst nicht lernen, weil ich das gesagt habe, sondern du wirst lernen, weil deine Story dir das Interesse gegeben hat „Hmm, wie geht eigentlich das und das?“

Und 20 Wikipedia-Artikel später schaust du auf und kannst dann endlich einen Satz schreiben.

Partey

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Wie siehst es mit euch aus? Habt ihr viele Sachen für euer Buch recherchieren müssen? Wenn ja, was habt ihr bisher alles gelernt? Wenn nein, wie geht ihr mit Thematiken um, von denen ihr keine Ahnung habt? Wo kriegt ihr die Informationen her, die ihr braucht? Google? Interviews? Studium? Deine Mutter? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?

Oktober-Bilanz

Ojemine. Erinnerst du dich noch an die Schreibbilanz letzten Monat? Erinnerst du dich noch daran, wie ich mein Ziel verfehlt habe, weil die Uni angefangen hatte? Das waren noch gute Zeiten, oder? Wundervolle Zeiten, ganz richtig! Du applaudierst mir laut und herzvoll, weil ich mein Ziel nicht eingehalten hatte und ich wische mir meine Tränen aus Blut weg, weil ich so gerührt von der Ehrung bin. Du wirfst mir einen Blumenstrauß vor die Füße und ich ziehe die Schärpe an, wo „Miss Universe“ draufsteht, während ich mit meinem Botox-Lächeln in die Kamera gucke.

Botox
Es ist okay. Ich kann mir auch nicht widerstehen.

Aber Spaß beiseite. Was habe ich diesen Monat vorzuzeigen? Tjaha, definitiv nicht viel mehr als letztes Mal.

Oktober-Bilanz
Depression in 3… 2… 1…

Mit ganzen 69 Wörter pro Tag (höhö, 69) habe ich mein Ziel… Moment mal. Was für ein Ziel hatte ich überhaupt? Wo ist der grüne Strich? WO?!

Ganz richtig! Ich hatte mir kein Ziel gemacht bzw. mein Ziel war tatsächlich 0 Wörter pro Tag. Du schaust mich skeptisch an, als ob ich ein Gesetz gebrochen hätte und Tatsache, das habe ich. Es tut mir leid, aber es ist wahr: Mein Ziel war 0.

Thug Life
Baby, I know.

Du fragst dich bestimmt, warum ich mir kein Ziel gesetzt hatte, oder? Nun, die kurze Fassung ist, ich habe dem Lebensabschnitt „Uni“ mehr Priorität zugesprochen. Die lange Fassung ist: Ich musste ein ganzes Fach innerhalb 5 Wochen durchhauen, wobei die ersten 3 ½ Wochen aus Vorlesung + Nachmittagspraktikum bestanden und meine Freizeit daraus bestand, Protokolle zu schreiben. Mein Einkommen ist so weit ins Negative gerutscht, dass ich mir die Abtreibung nicht gönnen konnte und FSK 60 Fetisch-Filme für Kriegsveteranen drehen musste. Währenddessen geisterte ich durch die Straßen, verpasste Kindern ein paar Traumas, wurde von der Polizei festgenommen, kam frei, hab einer alten Dame „Hallo“ gesagt, wurde wieder festgenommen und musste für die Klausur lernen, während mein Zellengenosse Detlef meinen Horizont erweiterte. Bis in die Nacht. Klingt das wie eine Ausrede? Ich hoffe nicht, denn ich habe lange daran gearbeitet, sie absichtlich realitätstreu zu lassen.

Schweine
Abgebildet: Realitätstreu.

Tatsache ist jedoch: Ich wusste schon von Anfang des Monats (bzw. Ende des letzten Monats, wie die Bilanz dort auch zeigt), dass ich nicht zum Schreiben kommen würde. Mein übliches Ziel von 500 Wörtern pro Tag? Haha, bitte! Optimismus ist für Kinder!

500 Wörter pro Tag waren von Anfang an unmöglich gewesen. Selbst 100 erschienen mir da zu viel und das zeigt sich auch. Nichtsdestotrotz habe ich es geschafft, ETWAS zu schreiben.

ETWAS
ETWAS!

Fühlt es sich gut an, dass der Monat so unproduktiv war? Nun, nicht wirklich. Jeden Tag kriecht die Schande hervor und bohrt mir ihre Krallen in meinen Hals. Und dabei habe ich sogar bewusst entscheiden, mein Ziel auf 0 zu setzen. Das einzige, was tröstet, ist die Gewissheit, dass das Studienfach bestanden ist und dass ich Kapitel 1-6 überarbeiten konnte (und du auch Detlef <3). Aber was nützt dem Schreibrhythmus diese Freude? Natürlich nichts (vor allem, weil dieselbe Leier nächste Woche mit einem neuen Studienfach wieder anfängt…).

Gebe ich auf? Haha, nein. Dass Studieren und regelmäßig Schreiben nicht immer Hand in Hand gehen, sollte jedem bewusst sein; das war es mir auch, als ich dem Hobby mit einem großen Ziel beihelfen wollte. Deswegen nehme ich diesen Monat als kleinen Rückschlag entgegen, den jeder (Hobby-) Autor mal hat. Immerhin gibt es einen Lichtblick: Sobald ich mein Studium geschafft habe, sollte mehr Schreibzeit zur Verfügung stehen… Oder?

Freizeit
Oder?!

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Wie siehst es mit euch aus? Habt ihr euer Monatsziel erreicht? Wenn ja, was hat euch angetrieben? Wenn nein, was hat euch abgehalten? Wie schafft ihr es trotz Zeitmangel weiterzuarbeiten? Wie hindert ihr euch daran euch schlecht zu fühlen (ich weiß, ich tue es nicht)? Hattet ihr jemals das Bedürfnis zu schreiben, wurdet aber partout davon abgehalten? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?