Die Schreibgruppe des Todes sucht Frischfleisch >:)

Schreiberlinge, Hobby-Autoren und Größenwahnsinnige aufgepasst!

Die zwei wundervollen Verrückten @otterfly_writes und @ZombieBabyHitlr erschaffen eine Schreibgruppe und suchen Menschen, die sich einem Leben voller Kreativität und Selbstzweifel verschrieben haben.

Wie sieht diese Schreibgruppe aus?

Uns schwebt eine kleine Gruppe von max. 4-5 Leuten vor, die sich gegenseitig motiviert, anspornt und ggf. in den Hintern tritt, an ihren Werken zu arbeiten.

Alle Mitglieder setzen sich regelmäßig (ca. alle 2 Wochen) zu einem Stammtisch zusammen (Skype) und diskutieren ihre letzten Fortschritte in ihrem Schreibprozess. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich Feedback zu Rohideen und geschriebenen Manuskripten zu holen, sowie welches zu geben, Probleme durch die Blickwinkel anderer Mitglieder zu beleuchten und den Fortschritt durch Zielsetzungen zu verbessern.

In jedem Zusammensetzen werden Ziele für das nächste gesetzt. Darunter fallen solche Ziele wie „Schreibe 3000 Wörter“, „Beende Kapitel 3 und 4“, „Plotte die Geschichte zur Hälfte“, „beta die vorliegenden Kapitel von Mitglied X“ und so weiter… Die Zielsetzung sollte ca. 6 Punkte haben, wovon bis zum nächsten Treffen idealerweise die Hälfte erfüllt werden sollte.

Wir haben an uns selbst den Anspruch, Werke zu erzeugen, die veröffentlicht werden können, deswegen geben und erwarten wir Rückmeldungen, die das wiederspiegeln. Ein gesunder Umgang mit harter, sachlicher Kritik ist Voraussetzung. Harte, sachliche Kritik zu geben, selbst wenn es verletzend wirken kann, auch.

Welche Genres findet man in der Schreibgruppe wieder?

An sich ist jedermann willkommen, das zu schreiben, was ihm gerade in dem Kopf rumschwirrt. Mit Fantasy und Sci-Fi zu arbeiten, macht uns am meisten Spaß, deswegen würden wir und riesig freuen, wenn auch andere Fantasy-Schreiber Interesse an der Gruppe finden.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Ein Mindestalter von 18. Wir nehmen einfach mal an, dass die meisten dieses Kriterium sowieso erfüllen [wir sind 22], darum ist es uns wichtiger, dass ihr euch auch 18+ Geschichten annehmen könnt, ohne Konflikt mit der Thematik zu haben. Sex, Blut und Rock ’n‘ Roll werden wohl oder übel vorkommen; ihr solltet also in der Lage sein, diese ohne Zimperlichkeit zu lesen.

Zusätzlich erwarten wir eine Schreiberfahrung von mindestens einem Jahr. Damit ist nicht gemeint, dass ihr irgendwann mal vor einem Jahr eine Kurzgeschichte geschrieben habt, sondern seit einem Jahr aktiv dabei seid, an Werken zu arbeiten. Unser Ziel ist eine Schreibgruppe mit ungefähr demselben Fähigkeitenlevel, deswegen wäre es wichtig, dass ihr euch mit grundlegenden Informationen zu Plot und Charakteren auseinandergesetzt habt.

Begriffe wie Pacing, Inciting Incident, Red Herring, Foreshadowing, Klimax, Deus Ex Machina, Cliffhanger, Info Dump und Character Development sollten keine Fremdbegriffe sein. Deutschkenntnisse sind natürlich Voraussetzung =)

Wie kann ich mitmachen?

Wenn dir das Konzept gefällt und du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach an! Das geht entweder in den Kommentaren, oder, wenn du Twitter hast, kannst du @otterfly_writes oder – wenn du besonders mutig bist – mich dort mit einer Direktnachricht kontaktieren.

Wir freuen uns auf dich😉

Rezension – Blut gegen Blut (Benjamin Spang)

Hallo, liebe Leser und willkommen zu meiner Rezension von „Blut gegen Blut“ von Benjamin Spang. Neugierig geworden bin ich auf das Buch direkt durch Benjamin Spang (@Doppelmond) auf Twitter; durch seine recht häufige Werbung und seine sympathische Art wurde ich sofort eingeladen, mir die Inhalte näher anzuschauen. Da das Buch ziemlich gute Rezensionen erhalten hat und da ich an düsterer Fantasy interessiert bin, habe ich es mir gekauft und durchgelesen.

Nun, leider hat mich das Buch in vielerlei Hinsicht enttäuscht. Interessierte seien vorgewarnt, dass diese Rezension Spoiler enthält; das Fazit hingegen ist spoilerfrei. Lesen auf eigene Gefahr.

Klappentext:

Im Lande Nuun herrscht seit Jahrhunderten ein blutiger Krieg. Die Menschheit stellt sich mit all ihrer Dampfkraft gegen das mystische Volk der Werwölfe im Norden und das der Vampire im Westen.

Die junge Mechanikerin Katrina lebt mit ihrer Familie im Grenzgebiet. Als der Vater spurlos verschwindet, ertränkt die Mutter ihre Sorgen in Alkohol. Katrina flieht zu ihrem Onkel in die Stadt, muss aber kurz darauf die schützenden Mauern verlassen, um ihre Mutter vor einem tödlichen Fehler zu bewahren, der großen Einfluss auf den Ausgang des Krieges haben könnte.

Auf ihrer abenteuerlichen Reise stellt Katrina fest, dass neben den Werwölfen auch ein Blutmagier der Vampire gezielt nach ihr sucht. Was ist gerade an ihr so besonders?

Plot & Charaktere

Die ersten paar Kapitel begannen ziemlich gut. Sie waren sehr lebendig und unterhaltsam zu lesen: Katrina wirkte dort wie eine abenteuerlustige Person, die sich mit ihren Mitarbeitern anfreundete und im Geheimen ihre inneren Probleme bekämpfte. Doch ab den kurzen Szenen mit Theobald (darauf komme ich später zurück), gerät die Struktur des Plots ins Wanken. Sie flieht vor ihrer Mutter, dann will sie zurück, dann bruchlandet sie im Wald, dann gibt’s ‘nen Angriff in der Stadt, dann gibt’s Krieg, um ihre Mutter zu retten. Der Plot im Mittelteil folgte für mich keinem roten Strang und schien immer einen Kampf hineinzuwerfen, sobald ein Konflikt benötigt wurde. Generell schienen sich die meisten Konflikte auf das pure Überleben zu belaufen, während die anderen eine unzufriedene Auflösung besaßen. Die Geschichte gerät erst nach 2/3 des Buches ins Rollen, als wir erfahren, warum es überhaupt dazu kommt, dass jeder Katrina haben will.

Zu Beginn der Story gefiel mir das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Die Szenen, wo die Mutter sie in den Arm nimmt und trotzdem ihre boshafte Dominanz ausübt, hat der Beziehung Komplexität verliehen, die den persönlichen Stress von Katrina sehr glaubhaft machte. Auch die selbstverletzenden Verhaltensweisen wurden sehr gut beschrieben und gaben mir einen guten Einblick in Katrinas Kopf. Als sie floh, habe ich mich gefreut, dass sie dieser Beziehung einen Schussstrich setzt, da sie offensichtlich ungesund ist.

Leider hat sich der Konflikt mit ihrer Mutter schon bald in mehr verwandelt. Auf einmal wollte sich ihre Mutter in einen Vampir verwandeln, um dem Verlust zu entkommen und schickt Katrina eine Nachricht, um ihr Vorhaben kundzutun. Wieso tut sie das? Wäre es nicht einfacher, ihre Tochter zu finden, da sie weiß, wo sie wohnt? Will sie die Aufmerksamkeit ihrer Tochter erzwingen, indem sie von ihrem Pseudo-Selbstmord schreibt? Möchte sie der Tochter Schuldgefühle verursachen? Die ohnehin sehr unsympathische Mutter wird hier noch unsympathischer. Trotzdem wird ihr am Ende mit einer einfachen Entschuldigung vergeben? Dadurch, dass Katrina ihrer Mutter helfen wollte, obwohl diese in dem Buch keine positiven Eigenschaften zeigt, musste ihr Charakter stark einbüßen. Gegen Ende scheint ihr Konflikt total aufgelöst zu sein, weil ihre Mutter die plötzliche Eingebung hatte, dass sie etwas Schlechtes tat. Das Buch zeigt im Klappentext und als ein Thema den Aspekt der Familienverbundenheit, doch er kam überhaupt nicht zu Geltung. Das Konzept der Familie wird bei ihrer Mutter nicht als eine Verbundenheit durch Vertrauen dargestellt, sondern eher als eine Verbundenheit durch Blut und DNA. Dadurch wirkt Katrina weniger wie jemand, der eine glückliche Familie haben möchte, sondern wie ein geprügelter Hund, der zurück zu seinem Herrchen will.

Dies ist nicht das einzige, das ihrem Charakter schadet. Zu Beginn lernen wir einen Mitarbeiter namens Theobald kennen, der Katrina deutlich zeigt, dass er ihr vertraut und dass er romantisches Interesse an ihr hat (und sie scheint ähnliche Gefühle zu hegen). Als er ihr dann ein Geheimnis zeigt (nämlich, dass er ein Werwolf ist), fängt Katrina an zu schreien und bringt ihn mit einer Mistgabel um. Wieso sie das getan hatte, bleibt offen, aber später, als sie von Werwölfen gefangen genommen wird, reagiert sie unglaublich ruhig und ist schnell dabei, die Wölfe als Mitstreiter zu akzeptieren. Sie wirkt dadurch nicht nur wie ein inkonsistenter Charakter, sondern macht sich mit einer kaltblütigen Ermordung nicht beliebt, vor allem weil sie im gesamten Buch keine Reue zeigt. Ich bin mir nicht sicher, was diese Szene bezwecken sollte, denn im Folgenden habe ich jegliche Sympathie für sie verloren. Selbst ihre selbstverletzenden „Tendenzen“ taten mir wenig Leid (wobei die gut beschrieben wurden) und ihre Zimperlichkeit, in der Wildnis Gegner zu töten, schien sehr fehl am Platz.

Die anderen Charaktere waren für mich nicht wirklich ausgearbeitet, viele ihrer Persönlichkeiten beliefen sich (wenn überhaupt) auf eine Charaktereigenschaft. Helena hat es mir besonders schwer getan, weil sie als ein wichtiger Charakter vorgestellt wurde, aber nur gezeigt hat, wie gut sie im Kämpfen ist. Eine emotionale Bindung zu ihr war mir unmöglich, da sie genauso wenige Emotionen gezeigt hat. Sie zeigte nicht einmal Trauer oder Wut, als ihr Luftschiff abgestürzt, ihre ganze Crew gestorben und sie mitten im Nirgendwo gestrandet ist. Hingegen behielt sie immer die Ruhe, sogar als sie hilflos mit ansehen musste, wie einer ihrer Arbeiter von Raubkatzen ermordet wurde. Bei ihr fehlte mir die innere Arbeit; Anzeichen, dass sie über mehr nachdenkt, als nur die Vernichtung der Schattenkreaturen. Ihre zwei Gefolgsleute, Caspari und Balduin, hatten hingegen sogar so wenig Einfluss auf den Plot, dass ich mir nicht mal ihre Namen merken konnte. Und obwohl Darec als Antagonist des Buches eigentlich viel Einfluss haben sollte, taucht er zu selten auf, tut zu wenig und stellt für Katrina nie eine wirkliche Bedrohung dar. Die einzige Person, der ich was Positives zusprechen konnte, war Lisunki, die als Charakter wirklich lebendig erschien. Die Szene, wie sie sich von ihren Kindern verabschiedet, gab ihr unter all der Kampffixierung eine glaubhafte, emotionale Facette, die den anderen Charakteren fehlte.

Mir gefiel die Idee, dass ausgerechnet ein Charakter, dessen Blut Wesen töten kann, sich freiwillig verletzt und in dem Sinne mochte ich auch die Art und Weise, wie Katrina den Antagonisten besiegte. Trotzdem beginnt man sich im ganzen Krieg nur zu wundern, wie sie es schafft, nicht zu verbluten, wenn sie mehrere Bogenschützen mit „Munition“ versorgt. Das Verbluten kam jedoch erst, als sie sich ihre Adern komplett durchgeschnitten hatte, etwas, von dem ich nicht sicher bin, wieso sie das tat. Ihr Blut hat sowieso verhindert, dass sie von den Vampiren angegriffen wird, wieso also war es notwendig, sich selbst umzubringen? Auch die Tatsache, dass sie durch eine noch nie zuvor erwähnte Magie gerettet wird, kam aus dem Nichts und war sehr unzufriedenstellend. Dass sie dadurch von einem Werwolf in einen Vampir verwandelt wurde, obwohl ihr Blut Vampire tötet, hat dann einfach drei Ebenen von Verwirrung verursacht, die nicht behoben wurden.

Ich möchte hier auch erwähnen, dass ich mich stellenweise über Plotholes gewundert habe, bzw. Sachen, die einer Erklärung bedurften. Die Wichtigsten wären, wie die Vampire von Katrinas Blut erfahren, wenn noch nicht einmal die Menschen das wissen, wie die Werwölfe darauf kamen, das Blut des Vaters zu untersuchen und wieso jeder annahm, dass ihre Mutter dieselbe Fähigkeit mit dem Blut hat, obwohl Katrina es von ihrem Vater geerbt hat. Auch über das Verhalten der Laborangestellten habe ich mich als Wissenschaftler seeehr gewundert… Sie kriegen mit, dass sich jemand im Labor einschließt, hören Schreie und sehen über Monate keine Resultate des Angestellten? So etwas ist nicht nur offensichtlich gemeingefährlich und wird kontrolliert, sondern wird von keinem Chef freiwillig finanziert.

Schreibstil und Technik

Der Schreibstil folgt demselben Trend wie die anderen Kritikpunkte: Zu Anfang war er sehr stabil und überdurchschnittlich. Er war sehr flüssig zu lesen und hat mich bei der Arbeit am Luftschiff und bei der Ermordung von Theobald ziemlich gepackt. Die Überdurchschnittlichkeit blieb relativ lange, die ersten Probleme mit dem Pacing hatte ich erst in den Kampfszenen im Wald, wo es stark anfing zu stocken. Für Kampfszenen waren die Sätze viel zu lang und gingen zu sehr ins Detail, wer wo steht und wer auf wem schießt; dadurch wirkte alles sehr statisch und träge. Dies hat sich durch das ganze Buch gezogen; jedes Mal, wenn ich einer Kampfszene begegnet bin, habe ich eine Pause eingelegt, weil sie mich anstrengten. Dass ich mich nicht an die Charaktere binden konnte, hat dem Spannungsaufbau ebenfalls wehgetan.

Außerhalb der Kampfszenen war der Schreibstil ziemlich stabil, kam jedoch nicht an die Qualität des Anfangs an. Es wirkt fast so, als ob der Anfang getrennt von dem Rest des Buches geschrieben wurde.

Ein sehr großer Punkt meiner Frustration waren Szenen, die unabsichtlich fürs Padding gebraucht waren. 2 Kapitel zu Anfang spielen aus Helenas Sicht, 2 andere aus Darecs. In allen 4 Szenen passieren Sachen, die sich nicht auf den Rest des Plots auswirken! Die Funktion der Szenen scheint eher zu sein, die Charaktere vorzustellen, doch dies geschieht viel besser, sobald sie wirklich auf Katrina treffen. Wenn man diese 4 Kapitel streichen würde, würde es dem Plot nicht schaden, deswegen ist deren Existenz überflüssig und verschwendet nur meine Geduld. Ähnlich unnötig ist die Szene aus der POV des Priesters. Die einzige Handlung ist es, Helenas Verbündete zu suchen, also sucht er sie, findet sie und bringt sie ohne Probleme zurück, wo sie sich dann nochmal vorstellen. Wieder stellt sich mir die Frage: Warum war das notwendig? Wieso nicht einfach bei Katrina bleiben, bis sie wiederkommen?

Die schlimmste Art von Padding fand in den letzteren Kapiteln statt, sobald Katrina bei den Werwölfen erwacht. Über mehrere Kapitel fragt sie, warum sie gefangen ist und wird immer darauf verwiesen „Geduld zu haben“ und selbst nachdem sie über ihre Besonderheit erfährt und dem Angriff auf die Vampire zustimmt, braucht es mehrere Kapitel, bis es dazu kommt. All das hätte stark verkürzt werden können, um nicht den Plot aufzuhalten. Stattdessen hätten viele Szenen dafür verwendet werden können, die Kultur der Werwölfe zu ergründen und Charakterentwicklungen aufzubauen (die Beziehung zwischen Lisunki und Katrina könnte hier näher beleuchtet werden).

Setting & Anderes

Etwas, was mir ein kleiner Dorn im Auge war, ist die Tatsache, dass ein Großteil des Worldbuildings außerhalb des Buches geschah. Wie die Welt durch zwei Monde erhellt werden kann oder wie sie generell einen Tag/Nacht-Rhythmus aufrechterhält, war mir beim Lesen unklar; auf der offiziellen Website hingegen war diese Information zu finden. Auch habe ich erst auf der Website erfahren, dass das Buch dem Steampunk zugeordnet wird, obwohl ich diese Atmosphäre beim Lesen nicht bezeugen konnte.

Eine Kleinigkeit, die mich gestört hat, die sich jedoch nicht auf den Inhalt des Geschriebenen bezieht, sind die Illustrationen im Buch. In gewissen Kapiteln befinden sich Bilder von Gegenständen, die in der jeweiligen Szene vorkommen. meist ist es so etwas Banales wie ein Stück Holz mit zwei Reifen oder eine Suppe. Diese Illustrationen stören beim Lesen. Oft schlug ich eine Seite um, hab mir das Bild angeschaut, mich gefragt, wieso es da ist, (ein Bild von einer Suppe ist nicht wirklich besonders), dann den Satz aus der vorherigen Seite vergessen und musste wieder in den Lesefluss kommen. Die Bilder waren deplatziert und sollten erst vorkommen, sobald es den Lesefluss nicht mehr stört (z.B. am Ende eines Kapitels). Außerdem wünschte ich mir Illustrationen, die der Vorstellungskraft halfen (wie zum Beispiel die Katze mit der Gehhilfe). Interessanterweise befinden sich solche Illustrationen auf der offiziellen Website… sogar eine Karte ist vorhanden! Wieso diese nicht integriert wurden, ist verwirrend.

Fazit

Blut gegen Blut ist ein Buch mit sehr viel verschenktem Potential. Die Charaktere haben es mir schwer gemacht, sie zu mögen, die Kampfszenen haben mich gelangweilt und dem Plot mangelt es an einem roten Faden und Nachvollziehbarkeit. Viele Szenen ziehen sich zu lange, ohne die nötige Unterhaltung zu bieten und wenige Szenen beleuchten Konflikte, die sich nicht aufs „Überleben“ fixieren. Der Beginn sticht als positiver Kontrast hervor und ich habe mir oft gewünscht, dass die folgenden Kapitel zu diesem Standard zurückkehren, da ich dort die Konflikte und die Charaktere gemocht hatte. Im Endeffekt ließ mich das Buch nur sehr frustriert und unbefriedigt zurück.

In Hinblick auf die genannten Kritikpunkte für Charaktere, Plot und Stil, sowie meinem eigenen Vergnügen beim Lesen, vergebe ich eine Gesamtwertung von 3/10 Punkten.

Liebster-Award

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Uh, seht ihr diesen Button? Diesen buttigen Button? (Warte, nein. Buttig als Adjektiv gib mir falsche Vorstellungen. Schöne falsche Vorstellungen)

Ja, es ist wahr! Ich wurde nominiert und zwar von der lieben Otterfly. Und zwar vor ca. 4 Wochen. Wow, Zeit fliegt, wenn man Anfragen ignoriert. Aber für ihre Geduld kriegt sie auch vielleicht ein Danke. (Danke)

1. Was ist der erste Traum, an den du dich noch erinnerst?

Ich habe SO keine Ahnung. Spontan fällt mir ein epischer Abenteuer-Traum aus meiner Teenie-Zeit ein. Da war irgendwas mit einem magischen Baum, der die Figuren in Tiere verwandelt hatte und weil die Krankenschwester der Gruppe in einen Raben verwandelt wurde, konnte sie als Verräterin entlarvt werden. War sehr komisch, sehr weird, ein typischer Traum, steckt ihn in euer Tagebuch der uninteressantesten Dinge und sperrt ihn ein. Oder ihr schreibt eine Fanfiction. (Bitte nicht.)

2. Welcher deiner Charaktere ist dir am ähnlichsten/unähnlichsten?

Uuugh… Am unähnlichsten wahrscheinlich die Psychopathen und Mörder, die ich kreiert habe und am ähnlichsten derzeitig… Robin aus „Der Mörder Gottes“? Vielleicht sogar Markus… Und das ist wirklich sehr frei definiert, weil beide mir nicht wirklich ähneln.

3. Wenn du dich eine Woche lang nur von einem Gericht/einem Nahrungsmittel ernähren dürftest, welches wäre das?

Okroschka. Es ist das russische Elixier des Lebens. (Nein, es ist nicht Wodka.)

4. Wenn dein Leben ein Buch wäre, was wäre der erste Satz?

Mit 8 lernte er, was Freundschaft war, mit 12 lernte er, wie es aussah, und mit 15 lernte er, was es bedeutete.

5. Du hast die Möglichkeit, körperliche Fähigkeiten (z.B. Gehen, Sehen, Hören, Sprechen, …) gegen jeweils andere einzutauschen (Superkraft, Röntgenblick, Flügel, …). Was tust du?

Die Fähigkeit des Gehens gegen die Fähigkeit des Schwebens. Schachmatt, Bitches!

6. Was ist deine Hauptbeschäftigung, wenn du von Internet/Handy/etc. abgeschnitten bist?

Warten bis mein Leben wieder einen Sinn ergibt.

Hmm, aber um eine ernstere Antwort zu geben: Größtenteils dabei versuchen, die Verbindung wieder herzustellen oder solche Sachen wie „Kochen“, „Ideen suchen“, „Schlafen“, „Anschaffen“.

7. Was wolltest du werden, als du noch ganz klein warst?

Vieles Furchtbares. Zuerst ein Lehrer, dann ein Psychologe, dann ein Psychopath, dann ein Wissenschaftler und jetzt zusätzlich ein Autor. Wie ihr seht, hat sich nach dem „Lehrer“ nicht viel verändert.

8. Du wirst gezwungen, eine Fanfiction (>1 Millionen Wörter) zu schreiben, um die Welt vor der sicheren Zerstörung zu bewahren. Welches Fandom wählst du?

Zelda. Ich würde dabei natürlich eine eigene Legende entwickeln, anstatt mich mit sehr freier, canonspaltender Freiheit an einem der Spiele zu bedienen.

9. Wie stehst du dem Tod deiner Charaktere gegenüber?

Je mehr Drama, desto besser. Mein Tränenbecher braucht schließlich Nachschub.

10. Gibt es ein Buch in deinem Regal, dass du mehr als zweimal gelesen hast?

Nein.

11. Ab welchem Punkt in deinem Schreibprozess lässt du andere mitlesen?

Für gewöhnlich schicke ich die erste Beta jeweils nach Vollendigung des Kapitels rum. Dies gilt so für vielleicht drei Leute, eine Person davon korrigiert es auch wirklich, der Rest liest es vielleicht paar Monate später. Wenn das Buch dann komplett ist und einmal durch die Korrektur geflossen ist, kriegen es dann auch noch weitere Leute, die unwillig sind, das auf dem PC zu lesen.

 

So, das waren die elf Fragen, die an mich gestellt wurden (Warum eigentlich elf?). Die Regeln schreiben mir eigentlich vor, eigene Fragen auszudenken und andere Blogger zu nominieren… Aber das Problem ist, dass die meisten, die ich nominiert hätte, die ganze Prozedur schon durchgemacht hatten. Außerdem fallen mir keine guten Fragen ein außer so ein Mist wie „Was ist dein Lieblingspokémon?“.

Solltet ihr aber Spaß daran haben, könnt ihr ruhig diese Fragen als Basis nehmen und euch nominiert fühlen.

Bücherkauf-Tag

Ahja, die gute alte Otterfly mit ihren guten, alten Herausforderungen, die man ihr nicht abschlagen kann, weil sie dich sonst umbringt (erwarte eine Revanche). Sie hat mich doch tatsächlich mit einem Bücherkauf-Tag markiert, obwohl ich ein Buch so selten kaufe, wie ich meine Wohnung putze.

Frischgewischt
Achtung! Frisch gewischt!

Jaja, ich weiß. Es ist für einen Hobby-Autor etwas untypisch so selten zu lesen, aber mein innerer Kritiker ist hart und unbarmherzig und so finde ich oft große Mäkel in den Büchern, die ich kaufe, sodass sie mir wenig Vergnügen bereiten. Übersetzung: Ich spare für gewöhnlich auf Videospiele.

Sparen
„Sparen.“

1. Wo kaufst du deine Bücher?

Für gewöhnlich total spontan in einem Buchladen, vorzugsweise die Mayersche. Ich bin kein aktiver Sucher nach guten Büchern, und bin somit alles andere als ein Internetkäufer. Ich habe es lieber in einem Buchladen zu stehen und meinen Blick apatisch über die Gräuel der Menschheit zu schweifen. Dass ich total faul bin und mein Haus selbst im Brandfall nicht verlassen würde, führt wohl zur Tatsache, dass ich weniger Bücher als Leichen besitze.

2. Welches Genre kaufst du am häufigsten?

Äääähm, Gute Frage! Ich habe derzeitig einen bunten Mix in meinem Schrank und obwohl ich mit 12 Jahren Stories mit Horror-Psycho-Elementen gesuchtet habe (Mann, das wird eine lange Therapie werden), gibt es nicht wirklich Genres, die dem genüge werden. Derzeitig bin ich noch wild am genrehüpfen; die letzten Bücher waren Krimi/Thriller und (sehr softes) Sci-Fi. Ich habe also nicht wirklich einen Favoriten. Achja, High Fantasy und Hardcore Sci-Fi fliegen passiv an meinem Radar vorbei, obwohl ich grundlegend nichts gegen die Genres habe. Ich glaube, die gehen da einfach in der Menge unter. Die einzigen Genres, die ich wirklich meide sind Non-fiction, Romance und Erotik.

Schatten
Aufgrund meiner traurigen und schrecklichen Vergangenheit…

3. Kaufst du eher eBooks, Taschenbücher oder gebundene Ausgaben?

Hauptsächlich Taschenbücher, weil ich arm bin und nicht immer die Oma über mir ausrauben möchte. Tatsächlich habe ich in meinem Regal nur ein Hardcover stehen. (Höhö, Hard).

4. Wo findest du neue Buchkandidaten?

Ich gehe ab und an im Buchladen herum und frage mich, warum es eine Kategorie für „Starke Frauen“ gibt und da nur Romanzen drin sind. Dann greife ich mir ein Buch, was mehr Inhalt verspricht.

Oh und Freunde. Ich glaube, in den letzten Jahren habe ich hauptsächlich Bücher gelesen, die mir Freunde vorgeschlagen haben.

Readit
Sie können sehr überzeugend sein.

5. Nach welchen Kriterien entscheidest du dich für neues Lesematerial?

Wenn ich die erste Seite lese und wissen will, wie es weitergeht, hat man mich für gewöhnlich schon mal gefasst. Wenn es dazu noch Andeutungen auf eher düstere Themen gibt oder es einfach Batshit Psycho wird, werde ich es mir definitiv mal näher anschauen.

6. Wie viele Bücher kaufst du im Schnitt pro Jahr?

Hmm, schwer einzuschätzen. Wenn ich es anhand des letzten Jahres abschätzen müsste, wären es immense 5!

7. Was würde dich dazu bringen, ein Buch sofort wieder aus der Hand zu legen?

Fehlen der Professionalität.
Wurde das Cover nur mit einem Foto beklebt? Weg damit!
Klingt der Klappentext langweilig? Weg damit!
Versucht mir der Klappentext eine eigene Wertung aufzuzwingen? Weg damit!
Sind die ersten drei Sätze nur das Wetter? Weg damit!
Melodrama? Warte, warte, warte… Ich hol Popcorn und ‘nen Freund und dann lesen wir es unter Schmerzen. Wie im wahren Leben.

LOL
Haha, seine Mutter ist gestorben und der heult immer noch!

Das gilt natürlich nur dafür, bevor ich das Buch gekauft habe. Danach versuche ich mich durchzupowern, selbst wenn ich es nur als „meh“ ansehe. Es muss mich wirklich aufregen, damit ich es weglege.

8. Hast du einen Buchkauf schon mal stark bereut?

Oh ja. Siehst du den Satz da oben? Denn mit dem „es muss mich wirklich aufregen“. Baby, ich spreche aus Erfahrung; solche Bücher gibt es wirklich. Das sind Bücher gewesen, die so ein gutes Setting, so viel Potential hatten und das alles spülten sie in die Kanalisation.

Toilet
Déjà-vu live aus meinem Lebensinn.

9. Gibt es Bücher, die du mehrmals in verschiedenen Ausgaben/Editionen kaufen würdest?

Obwohl ich verstehe, dass ein Buch auf Französisch wahrscheinlich doppelt so sexy ist… Nein, das wäre nur unnötige Geldverschwendung.

10. Lässt du dir auch gerne Bücher schenken, die du vorher nicht ausgesucht hast?

Wenn es um Fiktion geht, wäre es wahrscheinlich kein Geschenk, über das ich mich übermäßig freuen würde. Vergleichbar damit, als würde mir jemand einen Film in die Hand drücken, von dem ich nie zuvor gehört habe. Mein erster Gedanke wäre nur: „Wieso?“

__________

So das waren meine 10 Antworten zu dem Bücherkauf-Tag. Keine Sorge, Gieselhart. Ich weiß, du bist auf diesen Blog gekommen, um mehr über meine privaten Informationen herauszufinden, aber für’s erste muss das genügen (ruf mich an). Nun entschuldigt mich bitte, ich habe wichtige Sachen zu erledigen.

Todo

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Wie sieht’s mit euch aus? Macht ihr euch bei dem Buchkauf viele Gedanken oder greift ihr auf gut Glück in die Menge? Wie viel müsst ihr von einem Buch lesen, bevor ihr euch sicher seid, es zu kaufen? Kopiert euch einfach die Fragen und mach eine eigene Antwort auf eurem Blog! Keine dämlichen Fragen dieses Mal! (Sind ja schließlich nicht meine.)

Worldbuilding – Feiertage

Hohoho! Hereinspaziert, es ist Weihnachten! Und ihr wisst genau, was das heißt! Holt die roten Klamotten raus! Verkleidet euch als Weihnachtsmann! Setzt euch Kinder auf den Schoß und lasst euch von Eltern fotografieren, wie ihr sie anfasst, während sie weinen.

Creepy Santa
Eine Zuckerstange gibt es gratis dazu!

Aber um mal auf ein Thema zu kommen, was nichts mit meiner erneuten Verhaftung zu tun hat: Weihnachten. Achja, das Fest der aufgezwungen Liebe. Freut ihr auf die tausend Fragen, warum ihr noch keine Enkelkinder erzeugt habt oder warum ihr noch Single seid? Wollt ihr nicht auch Cousin Stefan wiedersehen und sein erfolgreiches, stabiles Erwachsenenleben betrachten? Seid ihr auch so aufgeregt, so zu tun, als ob das Geschenk unglaublich toll ist? Gott, ich weiß, ich bin es.

Present
„Hehe. Als ich die Socken sah, musste ich halt sofort an dich denken!“

Offensichtlich hat Weihnachten eine starke Wirkung auf uns. Wir freuen uns auf die Zweisamkeit mit unseren Liebsten, wir haben fast einen ganzen Monat gefüllt mit Vorfreunde und manch einer beschreibt die Stimmung als „weihnachtlich“. Kaum zu schweigen von den Ritualen… Weihnachtsbäume, Geschenke, ein imaginärer Freund für die Kinder und Menschen, die sich gegenseitig die Schuld zuweisen, bis einer heult… alles ist dabei.

Verschiedene Feiertage haben für vielerlei Menschen unterschiedliche Bedeutungen. Für manche ist es ein Moment, mit seiner Familie zusammenzukommen und eine schöne Zeit zu haben. Für andere ist es oberflächlicher Quatsch, den sie durchstehen müssen. Für uns Autoren ist das wundervoll. Wir können nämlich Feiertage dazu verwenden, unsere Charaktere näher zu beleuchten.

Belichten
Geben Sie es zu! Sie mögen den Valentinstag!

Kinderserien und Sitcoms haben oft Folgen, die auf bestimmte Feiertage abzielen, um oftmals die altbackene Moralen beizubringen, wie „niemand ist zu alt für Halloween“ oder „legt euren Familienhass am Weihnachten beiseite“.

Literarische Geschichten, die in der realen Welt spielen, tendieren hingegen merkwürdigerweise dazu, Feiertage auszulassen oder die ganze Geschichte auf den Feiertag zu beschränken. (Hach, Ebenezer Scrooge. Du wirst uns wohl nie los.)

Warum ist das so? Nun, zum einen haben Bücher ein anderes Format als Serien. Serien können sich Abstecher in Festtage erlauben, weil Folgen nicht zusammenhängend sind und ein Feiertag-Plot auf eine Folge begrenzt sein kann, ohne den Rest zu stören.

Bücher hingegen müssen von vorne bis hinten stimmen. Solange der Feiertag keine Funktion für den Gesamtplot erfüllt, hat er wenig Berechtigung erwähnt zu werden. Ach, wir müssen einen Mörder fangen? Das muss leider warten, ich feier gerade Ostern. Wir wollen eine Revolution anführen? Zu schade, meine Frau will, dass ich Valentinstag zu Hause bin. Diese Sachen lenken ab, sie sind langweilig, niemand will sie lesen.

Eine guter Planer kann jedoch die Feiertage für mehr Konflikt benutzen: Ein Mörder, der in einer beliebten Verkleidung durch die Massen streift, kann in einer Halloween-Party nicht so gut gefasst werden. Eine Revolution, die sich einen bestimmten Feiertag aussucht, hat den Vorteil, dass die Gegner abgelenkt sind und sich stärker an den Tag erinnern können. Kaum zu schweigen von dem Bombenanschlag an Silvester.

Freues Neues
Ähm… Frohes Neues?

Viel interessanter werden Feiertage jedoch erst, wenn man das Reich von Fantasy und Sci-Fi betritt. Auf einmal können sie eine weitere Funktion erfüllen: Worldbuilding.

Die einfachste Methode wäre es natürlich, menschliche Feiertage entsprechend anderes auf die neue Kultur anzuwenden. Es ist dann natürlich nicht mehr Weihnachten sondern plötzlich „Das Fest der Eiskönigin“, welches zufällig fast identisch gefeiert wird wie Weihnachten. Es ist nicht Ostern. Wir verstecken schließlich Swag und nicht Eier. Und es ist nicht Valentinstag, sondern „Ermorde alle Singles“-Tag. Na? Was sagen wir zu dieser Methode?

Langweilig
Genau!

Viel interessanter sind eigen erfundene Feiertage. Solltest du dich entschieden haben, deine Geschichte mit ein wenig kulturellem Pfeffer zu würzen, bevor du dich durch übermäßige Planung aus dem Fenster stürzt, versuche dich daran zu entsinnen, warum Feiertage in der echten Welt existieren.

A: Der Ursprung

Wie zur Hölle ist der Tag entstanden? Seid ihr einer Religion beigetreten, die für den dieser Tag von Bedeutung war? Wurde die Welt da erschaffen? Wurde ein Krieg beendet? Hat dein Bruder Fridolin du diesem Zeitpunkt Spaghetti gegen deine Haare geworfen? Der Ursprung kann noch so unbedeutend sein, solange genügend Leute den Anreiz an dem Tag sehen, um mitzumachen. Der Zeitpunkt, an dem es geschehen ist, ist genauso wichtig: Nur ein fest definierte Zeitspanne kann auch gefeiert werden, sie es jetzt ein bestimmtes Datum oder so etwas Verrücktes wie der dritte Schneesturm nach einem Vollmond. Seltener können auch ortspezifische Eigenschaften als Voraussetzung zum Fest benutzt werden wie zum Beispiel Nomaden-Stämme, die zum dritten Mal einen Wolfsrudel sehen etc.

B: Das Symbol

Was ist das Ziel des Feiertages? Soll das Fest daran erinnern, dass wir alle sterblich sind, und wir jeden Tag auskosten sollen? Ist es ein Zeichen für die menschliche Liebe? Ist ein eine Erinnerung an den Stolz, den Krieg überstanden zu haben?

Achtung! Manchmal hat ein Feiertag kein Symbol (oder es ist nicht klar definiert). Feiertage wie Halloween sind weniger durch die Bedeutung berühmt geworden, als vielmehr durch die Praxis. Es kann aber auch gut sein, dass manche Menschen ihre eigene Bedeutung in dem Fest sehen… wie zum Beispiel unbeschwerten Spaß.

Spaß
„Unbeschwerter Spaß“

C: Die Rituale

Eng verbunden mit dem Symbol stehen die Traditionen, die man für den Feiertag erschaffen hat. Meistens ist er eng mit dem Symbol verbunden, manchmal aber auch gar nicht. Je weiter dabei der Ursprung liegt, desto vielseitiger werden die Bräuche und desto weniger haben sie mit dem Ursprung zu tun. (Zum Beispiel: Der Weihnachtsmann). Ein Symbol kann vieles in Gedanken rufen. Liebe kann Geschenke hervorrufen oder sich mit Herzchen bemalen und rosafarbene Zuckerwatte in die Gegend werfen. Stolz kann euch dazu verleiten, einen Kampf auf Leben und Tod durchzuführen. Als Zeichen der Fruchtbarkeit können neue Ackerflächen bepflanzt werden… Oder man feiert einfach sofort eine Orgie!

Orgie
Ey, ich bin natürlich voll die Jungfrau!

Grundlegend gilt aber: Desto besser du den Feiertag erklären kannst, desto eher kaufen dir die Lesser die Bräuche ab. Egal wie verrückt sie sind.

D: Der gesellschaftliche Umgang

Wer schon mal das Real Life betreten hat, wird genau wissen: Manche Leute sind eher von Festen und Traditionen angetan als andere. Manche interessieren sich überhaupt nicht für den Weltfrauentag, während andere tatsächlich Feste feiern. Manche sehen Weihnachten als Fest der Liebe, andere als Fest des kommerzgeilen Kapitalismus. Und was Singles zum Valentinstag denken, darf aufgrund des Jugendschutzes nicht hierreingeschrieben werden.

Wie stark sich eine Gesellschaft einem Tag widmet, sagt vieles über die Welt aus, die du erschaffen hast. Wir ein Tag von allen gefeiert, so verrückt die Rituale auch sind, so ist ein enge Verbundenheit zu Tradition zu spüren. Ist Religion ein großer Faktor in der Welt oder nicht? Was genau sagt es über eine Person aus, wenn sie dann nicht feiert? Was genau sagt es über ein Land aus, das ein Fest zur Pflichtveranstaltung macht? Wie reagieren außenstehende auf die Bräuche? Sind sie süß? Oder doch zu extrem?

Ritual
OMG, voll süß, oder?!

——

Wie siehst es mit euch aus? Zieht ihr Feste und Feiertage in euer Worldbuilding mit ein? Oder sind die euch nicht spannend genug? Welche Feiertage habt ihr erfunden? Welche Bedeutung hatten die für die Welt? Welche für euren Plot? Wie habt ihr Weihnachten überstanden? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?

Projekte und Gedankenfetzen

Nach ich den Beitrag von der lieben, netten und mich versklavenden Otterfly gelesen habe, habe ich festgestellt, dass ich in zukünftigen Projekten nur so schwimme. Wohin ich auch hinschaue, erinnert mich ein Gegenstand an eine Geschichte, die ich noch schreiben muss. Und während ich schreibe (oder auch nicht) kommen einem nun mal tausende Ideen für neue Geschichten… Du willst bestimmt an ihnen teilhaben, oder?

„Nein, ich will lieber deine Schreib-Bila-“

Duct Tape

Ich wusste, du hast Interesse!

Der Mörder Gottes

Okay, das ist gemogelt. Es ist kein zukünftiges Projekt, sondern das Buch an welchem ich gerade arbeite. Ziel für die Vollendung ist spätestens nächstes Jahr oder Frühling 2017. Der Plot verfolgt einen Jungen namens Markus, der mit Hilfe magischer Fähigkeiten versucht, einen Serienkiller zu fassen.

7 Tage in Elesdé

Diese Kurznovelle wird nach Der Mörder Gottes in Angriff genommen oder wird als Notfallprojekt zwischendurch bearbeitet. Das Brainstorming ist natürlich immer aktiv und mittlerweile kommt es dazu, dass es zu viele Ideen gibt, die ich nicht umsetzen kann. Elesdé ist eine meiner wohl skurrileren Welten, die ich in meinem Kopf erschaffen habe. Es ist eine Welt, in der lebendige Figuren durch eine fliegende Fabrik erschaffen werden und innerhalb 7 Tage wieder sterben, sollten sie zuvor nicht umgebracht werden. Als Puder, das Mädchen aus Sand, auf die Welt kommt, wird ihr schnell bewusst wie kurz 7 Tage sein können und macht sich somit auf die Suche nach dem Spinnenturm, in welchem das Geheimnis des längeren Lebens stecken soll.

Seelenschlitzer

Ebenfalls eine eher kürzere Novelle, welche sich in einer mittelalterlichen Fantasywelt abspielt. Es verfolgt einen Mann, dessen Leben durch einen Unsterblichkeitszauber gerettet wurde. Leider funktionierte dieser genau richtig und so verbringt er den Rest des Lebens gesund und munter, während die Sehnsucht nach dem Tod immer größer wird.

Bitania

Ein Dreiteiler oder auch „Das Buch, was ich unbedingt schreiben möchte“. Wer meinen Blog aufmerksam mitverfolgt und mich dafür verurteilt, dass die Regelmäßigkeit der Beiträge etwas abgenommen hat, weiß, dass ich dieses Buch bereits begonnen hatte und es mittlerweile pausiert wurde, weil der Plot in die Leere geführt hatte. Nach intensivem Grübeln und Hilfe von außen habe ich jedoch mehr Vertrauen in diese Geschichte bekommen und werde sie weiterführen.

Korrektur
Natürlich mit Korrektur.

Memoria

Diese Geschichte zählt wohl eher zu den Gedankenfetzen, die sich noch nicht besonders manifestiert haben. Die Grundlage dazu bilden Wesen, die durch Berührung, Erinnerungen der Menschen stehlen (oder besser gesagt: auffressen) können. Ich nenne diese Wesen „Hexen“, obwohl sie gänzlich aus Haar bestehen und nicht sprechen können.

Auf den ersten Blick

Definitiv nur eine Grundidee: Ein blinder Mann in einer romantischen Beziehung. Da ich aber weder blind noch wirklich romantisch bin, wird das eher eine experimentelle Sache sein. Wohin die Idee führen wird, wird sich wahrscheinlich erst zeigen, wenn der ganze Rest vorbei ist.

Das waren fürs erste alle Projekte, die namentlich erwähnt werden konnten. Beachtet, dass jedes Werk nur Arbeitstitel besitzt und sich Informationen zu den Geschichten mit der Zeit ändern können. Seid aber versichert, dass ich hart und gewissenhaft arbeiten werde, um sie zu vervollständigen. Ich werde schwitzen. Ich werde bluten.

Me
Ich werde derpen.

——

Wie siehst es mit euch aus? Wie viele Projekte habt ihr gerade in eurem Kopf rumschwimmen? Was sind ihre Grundideen, was ist der Plot? Wann wollt ihr sie schreiben? Schreibt ihr mehrere Projekte gleichzeitig oder nacheinander? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?

 

Eine Frage der Motivation: Set fire to your friend

Ach, Adele. Du warst so nah dran an meinem Titel… Warum konntest du nicht diese zwei kleinen Wörter verändern? Warum?!

Was?, fragst du. ZombieBabyHitler lebt noch? Aber er hatte doch letzte Woche keinen Beitrag gemacht! Was ist passiert? Wird das Universum neu definiert? Reiten Nazis auf Dinosauriern durch die Gegend? Ist Twilight auf einmal gut?

Schafe
Nein, die Glitzerszene ist anscheinend immer noch drin.

Ich sollte solche Witze nicht machen. Ansonsten denkt ihr, ich habe das Buch so sehr gemocht, dass ich mir die Szenen merken kann, obwohl ich eigentlich Google benutzte. Ach, Google. Du bist meine Lieblings-Ausrede ( ruf mich an😉 ).

Aber egal, letzte Woche haben mich Viren, Bakterien und Studienarbeiten von einem zufriedenstellenden Beitrag abgehalten, deswegen komme ich heute frisch geputzt und hochmotiviert, um euch den heißesten Tipp für die Motivation zu geben, den ich kenne:

Verbrenne jemanden!

Feuer
Abgebildet: ZombieBabyHitler schafft Motivation!

„Hä?“, fragst du verwirrt und tippst 110 auf deinem Handy. Ich nehme dir dein Handy weg und stecke dir langsam einen Geldschein in die Brusttasche. „Aber das ist Monopoly-Papier!“, widerst du ein. „Ja“, sage ich mit verführender Stimme. „Wo das herkommt, gibt’s noch mehr.“

Natürlich sollst du nicht wirklich deine Freunde verbrennen. Davon würde ich dir abraten, sie werden deswegen ständig rumnörgeln (Sorry, John! Ich herz dich?). Außerdem gehen dir irgendwann die Freunde aus, bei denen du das machen kannst. Was ich mit verbrennen meine, ist eher: Erzähle jemandem deine ganze Geschichte.

MINDFUCK
Die Hälfte meiner Leserschaft ist bei dem Vorschlag gestorben.

„Aber- Aber, wenn die das Buch dann lesen, ist es doch gar keine Überraschung mehr“, sagst du. „Sie werden jeden Twist einfach akzeptieren, ohne dass ihr Hirn explodiert. Und ich mag es, wenn ihr Hirn explodiert. Das ist meine Lieblingsstelle!“

„Ja, ich weiß“, sage ich und streichel dir viel zu lange über den Rücken. „Aber es ist ein Opfer, das du eingehen musst.“

Überleg dir mal… Du schreibst eine Novelle und erzählst niemanden, was für einen Twist du geplant hast. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass du dich ständig fragen wirst, ob der Twist in das Buch passt. Du wirst dich dauernd fragen, ob der Twist überhaupt eine gute Idee war und ob du nicht lieber einen anderen nehmen solltest. Du wirst dich fragen, ob das überhaupt als Twist zählt oder Leute das einfach als Gegebenheit akzeptieren. Du wirst dich fragen, ob dein Investment lohnenswert ist. Nur weil du deine Geschichte gut findest, werden sie andere ja nicht gut finden…

Und je länger dir diese Gedanken im Kopf rumspucken, desto eher wirst du zu dem Schluss kommen, dass alles, was du geplant hast, nicht zufriedenstellend ist. Irgendwas fehlt da. Die Leser werden es nicht mögen. Was fehlt da? Keine Ahnung. Wer soll dir helfen? Du allein bestimmt nicht. Bevor du dich versiehst, bist du von deiner Geschichte gar nicht mehr so überzeugt wie vorher… Und wer möchte schon auf etwas zu arbeiten, was einen nicht zufrieden stellt?

Student
Ach ja! Studenten!

Deswegen ist das Verbrennen erschaffen worden.

Wenn du jemanden verbrennst, das heißt, ihm deine ganze Geschichte erzählst, wirst du all diese Fragen stellen können. Der Verbrannte kann dann überprüfen, ob dein Selbstzweifel berechtigt ist oder ob der Plot wirklich so affengeil ist, wie du es erhofft hattest.

Reaktion
Abgebildet: Mein Kritikpartner wird verbrannt.

Das Gute daran ist, dass diese Person immer überprüfen kann, ob du dich gerade in die Richtung bewegst, in die du dich bewegen wolltest und ob etwas nicht vielleicht zu offensichtlich beschrieben wurde. Sie kann dir Tipps geben, wo du noch Hinweise verstecken kannst und ob das Verhalten der Charaktere im Hinblick auf die versteckte Information Sinn macht. Und wenn du bei dem Mittelteil ratlos in die Luft starrst, hast du einen Partner, mit welchem du brainstormen kannst.

Und glaub mir, wenn ich dir sage, dass das Motivation schafft. Wenn die Selbstzweifel beiseite geräumt sind und du weißt, dass der Twist bzw. die ganze Geschichte zumindest eine Person von den Socken hauen kann, wirst du wie durch magische Hand dazu bewegt, dein Buch weiter zu schreiben.

Comic Sans
Abgebildet: Die magische Hand.

Wie siehst es mit euch aus? Habe ich es euch schmackhaft gemacht, jemanden zu verbrennen? Wollt ihr immer noch die Polizei rufen? Erzählt ihr einem Vertrauten von eurer Geschichte oder behütet ihr sie wie euren Augapfel? Wie geht ihr mit dem Verlangen um, mit jemandem über eure Geschichte zu reden? Und warum stelle ich hier so viele dumme Fragen?